KELA-BERICHT
Bericht zur Bedrohungslage durch KI 2026
Vom Assistenten zum Akteur – der Wandel hin zu mehr Eigeninitiative, der die Bedrohungslage bereits neu definiert
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Im Jahr 2026 hörte die KI auf, auf Anweisungen zu warten.
Autonome, zielgerichtete Agenten führen nun Angriffe von Anfang bis Ende durch – sie finden Schwachstellen, schreiben Exploits, kapern Sitzungen und bewegen sich mit maschineller Geschwindigkeit lateral. Auf der Grundlage der Telemetriedaten von KELA zum Dark Web und zu Infostealern zeigt dieser Bericht auf, wie dieser Wandel im gesamten Bedrohungsökosystem bereits in die Praxis umgesetzt wird und was nun zu seiner Abwehr erforderlich ist.
Wichtigste Erkenntnisse des Berichts:
- Kommodifizierte offensive KI: Angreifer wechseln von geschlossenen Pioniermodellen zu selbst gehosteten, unzureichend abgestimmten Open-Source-LLMs (DeepSeek, Qwen, Kimi) und senken damit die Hürde für Einbrüche in Maschinen-Geschwindigkeit.
- Autonomous Vulnerability Discovery & Exploitation (AVDE): Das Zeitfenster zwischen der Entdeckung einer Sicherheitslücke und ihrer Ausnutzung verkürzt sich von Monaten auf Minuten.
- Vibe Hacking: Angreifer tarnen böswillige Absichten als Routineaufgaben, um KI-Agenten zu verwirrten Handlangern zu machen.
- Die kognitive Ebene steht unter Beschuss: Infostealer sammeln mittlerweile lokale KI-Speicherdateien, Prompt-Bibliotheken und Chat-Verläufe – nicht nur Anmeldedaten –, wobei im Jahr 2026 bislang bereits mehr als 1 Million Rechner infiziert wurden.
- AI-Session-Hijacking: Über 49.700 aktive Session-Cookies von KI-Plattformen wurden auf Dark-Web-Marktplätzen entdeckt, wodurch die mehrstufige Authentifizierung (MFA) vollständig umgangen wurde.
- Verteidigung des agentischen Zeitalters: Die verhaltensbezogenen „Verratzeichen“ von Angriffen in Maschinen-Geschwindigkeit und die Kontrollmaßnahmen zu ihrer Eindämmung.




