KELA-BERICHT
TELEGRAM – Wie aus einem Messenger bis 2023 ein Ökosystem für Cyberkriminalität wurde
Telegram ist eine Messaging-App, die von vielen Menschen weltweit für die unterschiedlichsten Zwecke genutzt wird.
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Allerdings hat sich die Plattform auch zu einer Drehscheibe für Cyberkriminalität entwickelt, darunter der Verkauf und die Weitergabe gestohlener personenbezogener und unternehmensinterner Daten, die Organisation von Cyberkriminellen-Banden, die Verbreitung von Hacking-Anleitungen, Hacktivismus sowie der Verkauf illegaler physischer Produkte wie Fälschungen und Drogen. Es gibt zwar noch einige andere Messaging-Apps, die bei Cyberkriminellen beliebt sind, doch Telegram gehört zu den beliebtesten. Dies stellt Sicherheitsforscher, die versuchen, die Cyberkriminalität auf der Plattform zu bekämpfen, vor eine erhebliche Herausforderung. Ein Grund, warum Telegram für Cyberkriminelle attraktiv ist, ist die angebliche integrierte Verschlüsselung sowie die Möglichkeit, Kanäle und große, private Gruppen zu erstellen. Diese Funktionen erschweren es Strafverfolgungsbehörden und Sicherheitsforschern, kriminelle Aktivitäten auf der Plattform zu überwachen und nachzuverfolgen. Zudem verwenden Cyberkriminelle bei der Kommunikation auf Telegram häufig verschlüsselte Sprache und alternative Schreibweisen, was das Entschlüsseln ihrer Unterhaltungen noch schwieriger macht. Dieser von KELA erstellte Bericht soll ein tiefgreifendes Verständnis dafür vermitteln, warum Telegram zu einem bedeutenden Akteur im Ökosystem der Cyberkriminalität geworden ist. Er behandelt verschiedene Dienste, Produkte und kriminelle Aktivitäten, die auf der Plattform stattfinden, sowie die beteiligten Bedrohungsakteure. Der Bericht enthält zudem Fallbeispiele zu jedem Thema, die konkrete Beispiele für die Arten von Aktivitäten hervorheben, die auf Telegram stattfinden. Darüber hinaus listet der Bericht prominente Gruppen und Kanäle auf, die an diesen Aktivitäten beteiligt sind, und bietet so einen umfassenden Überblick über den Umfang und das Ausmaß der Cyberkriminalität auf der Plattform.
Insgesamt hat sich Telegram zu einem florierenden Ökosystem für Cyberkriminalität entwickelt und wird wahrscheinlich auch weiterhin eine große Herausforderung für Sicherheitsforscher und Strafverfolgungsbehörden darstellen.
Wichtigste Erkenntnisse des Berichts:
- Warum Telegram Cyberkriminelle anzieht: anonyme Registrierung, Kanäle und Gruppen mit bis zu 200.000 Mitgliedern, Bots und lockere Moderation
- Infostealer-Gruppen nutzen Telegram, um gestohlene Protokolle zu verkaufen und zu veröffentlichen, Banden zu organisieren und Bots zu entwickeln
- Bankbetrüger, die mit Kreditkarten, Schecks und anderen Finanzinstrumenten handeln
- Ransomware- und Erpressergruppen wie Lapsus$ sowie Hacktivisten wie Killnet und das ALtahrea-Team nutzen neben ihren Leak-Seiten auch Telegram
- Illegale physische Waren sowie personenbezogene und Unternehmensdaten auf der Plattform, mit Empfehlungen für Forscher und einer Liste bekannter Kanäle




